Zusammenarbeit spielt in der wissenschaftlichen Forschung eine entscheidende Rolle, da sie Forscher aus unterschiedlichen Institutionen, wissenschaftlichen Fachgebieten oder Ländern einbeziehen kann. Darüber hinaus gehen akademische Forscher zunehmend Partnerschaften mit Unternehmen und der Industrie ein, was die Bedeutung der Zusammenarbeit in wissenschaftlichen Projekten weiter verstärkt. Da Unternehmen zunehmend erkennen, wie wichtig die Erforschung des menschlichen Verhaltens ist, um die Feinheiten der Entscheidungsfindung zu entschlüsseln – nicht nur, um besser mit ihren Kunden und Partnern zu interagieren, sondern auch, um die bestmöglichen Talente zu gewinnen und zu halten –, suchen sie nach Wegen, dies zu untersuchen. Einige verfügen über die Kapazitäten und das Fachwissen, um große, multimodale Labore zur Erforschung des menschlichen Verhaltens mit den neuesten Technologien einzurichten; andere investieren in flexible Online-Lösungen; und wieder andere wenden sich an Forschungsunternehmen, die sich darauf spezialisiert haben.

In der Verhaltensforschung lassen sich zunehmend fruchtbare Partnerschaften zwischen Wissenschaft und Wirtschaft beobachten, bei denen Unternehmen die Forschungsinfrastruktur, die Erfahrung und das Fachwissen nutzen und die Forschungseinrichtungen neue Einnahmequellen erschließen. Zu den jüngsten Beispielen zählen:
- Die University of South Florida (USF) und Revenue Management Solution (RMS) arbeiten zusammen, um biometrische Erkenntnisse zu gewinnen, die einigen der führenden Restaurantketten des Landes dabei helfen können, ihren Umsatz und ihre Speisekarten zu optimieren.
- Die University of Nebraska Omaha und Union Pacific arbeiten bei Forschungsprojekten zusammen, die sich über die gesamte Wertschöpfungskette von UP erstrecken.
- Die Texas A&M University nutzt Eye-Tracking, um mehreren lokalen Restaurants dabei zu helfen, ihre Gewinne durch Menüoptimierung um bis zu 20 Prozent zu steigern.
- Die Sawyer Business School der Suffolk University und die Boston Celtics; die NC State und eines der weltweit größten Gewächshausunternehmen, Metrolina Greenhouses.
Und das ist erst der Anfang.
Ein roter Faden, der sich durch die meisten von ihnen zieht, ist die Bedeutung der Infrastruktur als Grundlage für ihre Fähigkeit zur Zusammenarbeit. „Wir sind eine umfassende Forschungseinheit, die sich anspruchsvollen Problemen stellen kann. Mit dieser Infrastruktur ist es einfacher, Beziehungen aufzubauen“, erklärte Jeff Pool, Programmleiter des Human Behavior Research Lab der Texas A&M University. Debbie O’Malley, Laborleiterin des CAB Lab der University of Nebraska Omaha, fügte hinzu: „Unternehmen schätzen es, wenn eine Struktur vorhanden ist.“

Diese Grundlage aus einer soliden Infrastruktur und einer strukturierten Zusammenarbeit erweist sich als entscheidend – nicht nur für die Bewältigung komplexer Probleme, sondern auch für den Aufbau eines lebendigen Netzwerks von Fachwissen über institutionelle Grenzen hinweg. Erfahren Sie, wie diese Bemühungen aktiv dazu beitragen, eine Gemeinschaft von Forschern im Bereich des menschlichen Verhaltens innerhalb der akademischen Welt aufzubauen.
Davon profitieren sowohl die Wissenschaft als auch die Wirtschaft
Diese Partnerschaften bieten für beide Seiten einen erheblichen Mehrwert – sowohl für den Einzelnen als auch für die Gemeinschaft. Für akademische Einrichtungen umfasst dies:
- Chance. Die Studierenden erhalten die Möglichkeit, mit potenziellen zukünftigen Arbeitgebern zusammenzuarbeiten, und sammeln so wertvolle Einblicke und Erfahrungen, die ihnen beim Einstieg ins Berufsleben einen Vorsprung verschaffen können.
- Einnahmen. Durch die kommerzielle Verwertung ihrer Ressourcen und ihres Fachwissens im Rahmen dieser Partnerschaften generieren akademische Einrichtungen nicht nur Mittel zur Unterstützung des Labors, sondern schaffen darüber hinaus zusätzliche Einnahmequellen, von denen die Einrichtungen insgesamt profitieren. Als Einnahmequelle verfügt das Labor über Skalierbarkeit, was weiteren Fachbereichen auf dem Campus die Möglichkeit eröffnet, das Labor in ihren Unterricht zu integrieren und neue oder anspruchsvollere Lehrpläne zu entwickeln, die neue oder besonders begabte Studierende anziehen können.
- Einfluss. Der Aufbau von Kontakten in der Wirtschaft kann dazu beitragen, die Reichweite akademischer Einrichtungen zu vergrößern und ihren Einfluss zu stärken. Mehr Zusammenarbeit, höhere Einnahmen und intensivere Forschung führen zu besseren Rankings, und bessere Rankings ziehen wiederum hochkarätigere Studierende, Forscher, Spenden usw. nach sich. Tatsächlich hören wir oft, dass Labore auf dem Campus bei Besuchen von Spendern als Aushängeschild dienen.
Für gewerbliche Unternehmen:
- Fachwissen. Unternehmen erhalten Zugang zu Experten, die sich in der biometrischen Forschung bestens auskennen. Die Nutzung dieses Fachwissens kann dazu beitragen, Zeit und Kosten zu optimieren, insbesondere wenn zeitnahe Erkenntnisse benötigt werden.
- Bewertung. Für Unternehmen, die erste Schritte in der biometrischen Forschung unternehmen, kann die Zusammenarbeit mit akademischen Einrichtungen, die über die entsprechenden Ressourcen und Erfahrungen verfügen, eine gute Möglichkeit sein, die Lage zu sondieren. Für manche könnte dies sogar ein Einstieg sein, um solche Projekte später selbst durchzuführen. Für andere, die sich nicht selbst zu einer Investition verpflichten möchten, können akademische Einrichtungen als wertvolle Erweiterung ihres Geschäfts dienen.
- Zugang. Wissenschaftliche Einrichtungen stehen oft an der technologischen Spitze und nutzen die innovativsten und fortschrittlichsten Technologien, die es ermöglichen, menschliches Verhalten auf tiefster Ebene zu verstehen. Durch öffentlich-private Partnerschaften erhalten Unternehmen Zugang zu den neuesten Werkzeugen und den erforderlichen Kompetenzen, um diese Werkzeuge optimal zu nutzen.
Die natürliche Synergie zwischen Unternehmen, die bessere Einblicke in das Kundenverhalten benötigen, und Wissenschaftlern, die sich leidenschaftlich dafür einsetzen, diese Erkenntnisse mithilfe modernster Methoden zu gewinnen, wird weiter zunehmen, da sich die Forschung auf den Hochschulen ausbreitet und die Unternehmen ihr enormes Potenzial zunehmend erkennen.
