Biometrische Forschungstechnologie [Spickzettel]

Um Menschen zu verstehen, reicht es nicht aus, nur Fragen zu stellen – man benötigt objektive Daten, die vor dem Ereignis erhoben wurden. Subtile Hinweise wie Augenbewegungen, Mikroexpressionen, physiologische Erregung und Gehirnaktivität lassen sich mit Methoden wie Eye-Tracking, Facial Coding, GSR, EEG und EKG erfassen. Durch die Kombination dieser Messungen können Forscher ein umfassenderes Bild von Aufmerksamkeit, Emotionen und Motivation gewinnen und so besser erklären, warum Menschen sich in verschiedenen Kontexten so verhalten, wie sie es tun.

Du möchtest also Menschen besser verstehen. Vielleicht möchtest du die tiefsten Wahrheiten darüber aufdecken, wer sie sind, oder vielleicht möchtest du mehr über ihre Beweggründe und Wünsche erfahren. So oder so: Es würde dich nicht weit bringen, einfach auf jemanden zuzugehen und ihn zu fragen, was er denkt.

Vielleicht könnten sie dir einen allgemeinen Eindruck davon vermitteln, wie sie sich gefühlt haben, oder einen groben Überblick über ihre Gedanken geben, aber da Menschen nun einmal – nun ja – Menschen sind, ist es schwierig, allein durch Fragen einen genauen Einblick in ihre Gedanken oder Gefühle zu gewinnen. Es gibt jedoch einen entscheidenden Grund, warum wir dies brauchen, um Menschen zu verstehen:

Wenn man bereits vor einem Ereignis über Daten verfügt, kann man nachvollziehen, was dazu geführt hat.

Datenerhebung

Auf den ersten Blick mag es uns vielleicht nicht so vorkommen, als würden wir viele verwertbare Daten produzieren, doch bei genauerem Hinsehen gibt es viel zu entdecken. Die Richtung, in die wir blicken, die kleinen Veränderungen in unseren Gesichtsausdrücken, unsere physiologische Erregung und sogar unsere Gehirnaktivität lassen sich erfassen und mithilfe von Sensoren und Technologien wie den folgenden dazu nutzen, ein Bild davon zu erstellen, wie wir uns fühlen und was wir denken:

  • Blickverfolgung
  • Analyse des Gesichtsausdrucks
  • Galvanische Hautreaktion (GSR)
  • Elektroenzephalografie (EEG)
  • Elektrokardiographie (EKG)

Diese Erkenntnisse sind entscheidend für das Verständnis komplexer menschlicher Emotionen und Reaktionen. Um eine spannende praktische Anwendung dieser biometrischen Messungen zu sehen – insbesondere, wie sie unsere Reaktionen auf Angst in den Medien aufzeigen können –, schauen Sie sich unser Halloween-Special zum Thema „Die Biometrie der Angst“ an.

Erste Schritte in der Forschung

Wir wissen, dass der Einstieg in die Verhaltensforschung verwirrend sein kann und dass es mühsam erscheinen mag, herauszufinden, welche Sensoren für die Beantwortung Ihrer Fragen am besten geeignet sind. Deshalb haben wir dieses Spickzettel zusammengestellt, damit Sie auf einen Blick erkennen können, welcher Versuchsaufbau für Ihren Forschungsbereich am besten geeignet ist.

Diese Liste umfasst über 30 Forschungsbereiche, die ein breites Spektrum an Fachgebieten sowohl in der Wissenschaft als auch in der Industrie abdecken. Für jeden Bereich haben wir detailliert dargelegt, inwieweit sich der jeweilige Sensor für die Beantwortung der dort häufig gestellten Forschungsfragen eignet. Ganz gleich, wie Ihre Forschungsfrage lautet – hier finden Sie Inspiration.

Das Spickzettel zur Forschungstechnologie

Forschung, Technologie, Liste, Experimente

Zwar sind die oben genannten Bereiche in verschiedene Kategorien unterteilt, doch gibt es natürlich erhebliche Überschneidungen zwischen einigen von ihnen. Viele der Forschungsbereiche lassen sich zudem auf vielfältige Weise untersuchen – die Untersuchung der Reaktionen von Menschen auf ein Video kann im Rahmen eines psychologischen Experiments, für Marketingzwecke oder zur Bewertung der Unterhaltungsqualität des Videos erfolgen – alles hängt davon ab, was das Video enthält und wie es getestet wird.

Der gemeinsame Einsatz dieser Sensoren liefert natürlich aussagekräftigere Daten und verleiht den Ergebnissen letztlich mehr Aussagekraft. Mit iMotions lassen sich mehrere Sensoren ganz einfach integrieren und synchronisieren, um neue Erkenntnisse zu gewinnen. Natürlich ist jede Forschungsfrage einzigartig, und die Art und Weise, wie die Sensoren eingesetzt werden, kann über ihre Eignung entscheiden. Wenn Sie weitere Unterstützung beim Einstieg in die fortgeschrittene Forschung benötigen, melden Sie sich bei uns, damit wir gemeinsam herausfinden können, welche Konfiguration für Sie die richtige ist.

Ich hoffe, dieser Leitfaden für Forschungsaufbauten hat sich bei Ihrer Arbeit als nützlich erwiesen. Wenn Sie einen Überblick über die Forschung zum menschlichen Verhalten erhalten möchten, laden Sie sich unten unseren kostenlosen und umfassenden Leitfaden herunter.

Beilage zum Taschenführer „Menschliches Verhalten“

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