Fallstudie

Zusammenarbeit ebnet den Weg für Innovationen in Wirtschaft und Wissenschaft

Die Anwendungsmöglichkeiten der Biosensor-Methodik in der Verhaltensforschung sind so vielfältig wie die Menschen selbst. Die Kunden von iMotions erforschen alles vom Verbraucherverhalten über Automobilsimulationen bis hin zu akademischen Studien zu Gehirn-Computer-Schnittstellen. Was die branchenübergreifende Forschung verbindet, ist das Bestreben, die Wissenschaft im Bereich des menschlichen Verhaltens zu bereichern und voranzubringen – und dabei stets an der Spitze der Forschungsmethoden und neuen Technologien zu bleiben.

Besonders begeistert sind wir dabei von Kunden, die über akademische und geschäftliche Anwendungsbereiche hinweg zusammenarbeiten, um für beide Seiten vorteilhafte Studien durchzuführen. Heute stellen wir eine Partnerschaft vor, die genau dies tut – zwischen dem University College Lillebælt und Rynkeby Foods in Dänemark.

Lesen Sie weiter und erfahren Sie, wie Studien mit iMotions angewandte Wissenschaften und Wirtschaftshochschulen mit lokalen Unternehmen zusammenbringen können, um die Zusammenarbeit zu stärken und neue Erkenntnisse zu gewinnen.

Zusammenarbeit mit dem University College Lillebælt (UCL) und Rynkeby Foods

Maria Tipsmark ist Dozentin und Projektleiterin am NeuroLab des UCL University College, einer Hochschule in Odense, Dänemark, die sich auf berufsvorbereitende Ausbildungswege spezialisiert hat. Das NeuroLab nutzt Biosensoren und andere Neurotechnologien, um bessere Produkte, Lösungen und Dienstleistungen für Nutzer und Kunden zu entwickeln. Sie testen Prototypen, Verpackungen und Verkaufsmaterialien und optimieren alles von physischen Produkten bis hin zu Online-Plattformen. Das Alleinstellungsmerkmal besteht darin, dass das Labor direkt mit lokalen Unternehmen zusammenarbeitet, wobei die Studierenden direkt in die Studien eingebunden sind. Für diese Studie arbeiteten sie mit Rynkeby Foods zusammen, dem größten Safthersteller in der nordischen Region. Thomas Hildebrand Christiansen, Forschungsleiter bei Rynkeby, war daran interessiert zu sehen, wie sie mithilfe von Biosensoren in Zusammenarbeit mit dem UCL Erkenntnisse gewinnen könnten.

Das Kaufverhalten in Discountern verstehen

Die zentrale Forschungsfrage lautete: Wie bewegen sich Verbraucher in einem Geschäft, und gibt es Unterschiede im Verhalten der Verbraucher, wenn sie nach bestimmten Warengruppen suchen oder nach einem bestimmten Artikel? Die UCL arbeitete mit Studierenden der Fachrichtungen Digitale Konzeptentwicklung und Marketingmanagement zusammen. Sie rekrutierten Kunden, die während des Einkaufs von Artikeln ihrer Wahl innerhalb vordefinierter Kategorien eine hochwertige Eye-Tracking-Brille trugen; zusätzlich wurde ihr Verhalten beobachtet und sie wurden vor und nach dem Einkauf befragt. Anschließend analysierten die Studierenden gemeinsam mit dem NeuroLab die Eye-Tracking-Daten der Befragten, um Rückschlüsse auf die Orientierung der Verbraucher, ihre Blickbewegungen und andere Aspekte ihres Verhaltens beim Auffinden der Artikel zu ziehen.

Eine Frau, die eine Eye-Tracking-Brille trägt, während sie im Supermarkt nach Ketchup greift

Lernen durch Praxis: Zugang zu neuen Daten erhalten

Maria Tipsmark hebt die Vorteile der Zusammenarbeit mit Schülern bei solchen Projekten hervor: „Schüler spielen bei solchen Projekten eine sehr wichtige Rolle. Sie waren gemeinsam mit Rynkeby an der Planung und Durchführung des Tests beteiligt. Außerdem haben sie den Test im Laden durchgeführt, einen Teil der Datenanalyse übernommen und ihre Ergebnisse bei Rynkeby vorgestellt – eine großartige Erfahrung für sie!“

Für Rynkeby bot diese Zusammenarbeit die Gelegenheit, zwei Studien durchzuführen, die dank der gewonnenen Daten das Wissen über die Verbraucher der Marke erweiterten und neue Einblicke lieferten, zu denen das Unternehmen zuvor keinen Zugang gehabt hätte. Ohne die Beteiligung der UCL wären die Studien zwar auch mit anderen Forschern oder Analyseagenturen möglich gewesen, jedoch viel zu kostspielig und zeitaufwendig. Daher erwies sich die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft als vorteilhaft, was den Zugang zu Tools und neuen Datenperspektiven betraf.

Thomas Hildebrand Christiansen argumentiert zudem, dass die Zusammenarbeit mit Studierenden an Fachhochschulen im Bereich Biosensordaten für Unternehmen eine Win-Win-Situation darstellt, da die Hochschulen ein attraktives Paket an faktenbasierten Analysen bieten, deren Schlussfolgerungen fundierter sind als die von studentengeführten Fokusgruppen. „Mein Eindruck ist, dass Fachhochschulen dank solcher Instrumente besonders gute Möglichkeiten haben, in ihrer lokalen Wirtschaft eine beratende Rolle zu übernehmen“, sagt er.

Die Partnerschaft hat sich auch für die Studierenden als fruchtbar erwiesen, die nicht nur praktische Kenntnisse im Umgang mit den Biosensorgeräten und der Software erwerben, sondern auch praktische Erfahrungen in Unternehmen sammeln, die ihnen konkrete Möglichkeiten für den beruflichen Aufstieg eröffnen.

Auf diese Weise können Unternehmen eigene Abteilungen für Biometrie einrichten und diese mit Hochschulabsolventen besetzen

-Thomas Hildebrand Christiansen

Wie Innovation zwischen Industrie und Wissenschaft entsteht

Die Arbeit mit Biosensordaten ist sowohl im akademischen als auch im geschäftlichen Kontext noch relativ neu. Der Nutzen, den man aus dem Erlernen des Umgangs mit diesen neuen Technologien ziehen kann, ist jedoch enorm, und dank der Objektivität der von iMotions gelieferten physiologischen Ergebnisse können sich sowohl Studierende als auch Neulinge in der Biosensorforschung schnell einarbeiten. Darüber hinaus kann die Kombination von Biosensordaten mit traditionellen Marktforschungsmethoden noch tiefere Einblicke liefern. iMotions bietet praxisorientierte Schulungen zum Einsatz von Neurotechnologie an, damit Sie schnell und zuverlässig durchstarten können. Wenn Sie daran interessiert sind, zu lernen, wie Sie diese Methoden nutzen können, um Studien in einem Kontext wie dem von UCL & Rynkeby durchzuführen, können Sie hier Ihr Interesse an der Teilnahme an unserer Academy bekunden.

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