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Einleitung
Im Herzen des Campus der North Carolina State University befindet sich ein Zentrum für interdisziplinäre Zusammenarbeit und bahnbrechende Forschung: das Cognitive Behavioral Lab. Unter der Leitung von Dr. Melinda Knuth, Assistenzprofessorin für Gartenbauwissenschaften, sorgt das Labor nicht nur für neue Erkenntnisse in ihrem Fachgebiet, sondern ist auch ein Eckpfeiler für die studentische Entwicklung und für Partnerschaften mit der Industrie.

Melinda Knuth
Dr. Knuth ist auf innovative Management- und Marketingstrategien spezialisiert, mit denen er die Einstellungen und das Verhalten der Verbraucher gegenüber Gartenbaukulturen – sowohl Nutz- als auch Zierpflanzen – untersucht. Dr. Knuth hat Studien durchgeführt und veröffentlicht … Weiterlesen
Knuths Weg zur Gründung des Cognitive Behavioral Lab war geprägt von einer einzigartigen Mischung aus Fachwissen und Leidenschaft. Er begann an der Texas A&M University, wo sie im Human Behavior Lab unter der Leitung von Dr. Charlie Hall und Marco Palma ihre Ausbildung im Bereich Biometrie absolvierte und dabei mit iMotions arbeitete.
Dr. Hall, von Haus aus Wirtschaftswissenschaftlerin, gehörte zu den Ersten, die Methoden der Verhaltensforschung auf die Gartenbauwissenschaft anwendeten. Inspiriert von Dr. Hall setzte Knuth ihre Postdoktorandenforschung an der University of Florida fort, wo sie biometrische Forschungsansätze weiterhin in ihre Arbeit im Gartenbau einfließen ließ.

„Nur wenige von uns im Gartenbau beschäftigen sich damit, wie das menschliche Verhalten die Interaktion zwischen Mensch und Pflanze beeinflusst oder wie Pflanzen das menschliche Verhalten beeinflussen“, erklärte Knuth und wies darauf hin, dass Dr. Bridget Behe (von der Michigan State University) und Dr. Hall, beide Mentoren von Knuth, zu den ersten Gartenbauwissenschaftlern des Landes gehörten, die Methoden aus der Verhaltensforschung anwendeten. „Die meisten konzentrieren sich auf den allgemeinen Gartenbau, aber wir sind Nischenakteure, die auf der Produktionsseite eng mit Erzeugern und Einzelhändlern zusammenarbeiten.“
Die Saat der Zusammenarbeit säen
Als Knuth zum Fachbereich Gartenbauwissenschaften der NC State kam, erkannte er die Chance, etwas wirklich Innovatives zu schaffen – einen eigenen Raum, in dem Forscher mit unterschiedlichem Hintergrund zusammenkommen konnten, um das menschliche Verhalten besser zu verstehen. So entstand das Cognitive Behavioral Lab.
Mithilfe biometrischer Technologien wie Eye-Tracking und einer von iMotions betriebenen Forschungsplattform können Knuth und ihre Studierenden tiefere Einblicke in die psychologischen und emotionalen Zustände von Menschen gewinnen. Für Knuths Labor bedeutete dies, dass bei Personen, die neben einer Pflanze saßen, im Vergleich zur Kontrollgruppe eine niedrigere Herzfrequenz festgestellt wurde, dass sich die Pupillen beim Betrachten einer abwechslungsreichen Landschaft erweiterten und dass die visuelle Aufmerksamkeit stärker auf Formulierungen auf Etiketten gerichtet war, die Hinweise auf lokalen oder regionalen Anbau enthielten.

Die Wirkung des Labors reicht weit über Knuths Hörsaal hinaus, überschreitet traditionelle Grenzen und bietet jedem, der menschliches Verhalten besser verstehen möchte, neue Möglichkeiten.
Das Labor dient als Ausgangspunkt für interdisziplinäres Lernen und fördert die Ausbildung vielseitig begabter Absolventen. „Meine Gartenbaustudenten lernen die geschäftliche Seite der Branche immer besser kennen. Sie beginnen zu verstehen, dass Pflanzen auch eine menschliche Komponente haben.“ Andererseits bitten Studierende außerhalb des Fachbereichs Gartenbau um Zusammenarbeit. Tatsächlich nutzten drei Psychologen das Labor, um die therapeutische Wirkung von Pflanzen besser zu verstehen.
Es ist dieses Bekenntnis zur Zusammenarbeit, das den Kern des Erfolgs des Labors ausmacht. „Die Universitäten fördern die Zusammenarbeit“, betont Knuth. „Wer dies nicht tut, gerät ins Hintertreffen. Deshalb ist ‚Zusammenarbeit‘ ein Schlüsselbegriff an der NC State.“
„Ich kann mit Ökonomen, Marketingfachleuten, Neurologen … eigentlich mit jedem zusammenarbeiten, der die Gedanken, Gefühle und Entscheidungen von Verbrauchern besser verstehen möchte – vor allem, wenn es um die Natur oder Pflanzen geht.“
Über den Campus hinaus bietet das Labor Möglichkeiten zur Zusammenarbeit mit Unternehmen, wodurch die Studierenden nicht nur praktische Erfahrungen sammeln können, die ihre Berufsreife fördern, sondern auch den Unternehmen wertvolle Erkenntnisse liefern. Kooperationen mit Unternehmen wie Metrolina Greenhouses haben zu konkreten Verbesserungen bei der Optimierung der Lieferkette geführt und so die Effizienz und Rentabilität gesteigert.
„Sie nutzen Umfragen und Erhebungen, und wir können ihnen zusätzliche Erkenntnisse liefern“, sagte Knuth. „Das Labor eröffnet neue Forschungsmöglichkeiten und hebt die Arbeit auf eine höhere Ebene.“
Die Ergebnisse der Forschung zum kooperativen menschlichen Verhalten
Die Auswirkungen des Erfolgs des Cognitive Behavioral Lab sind weitreichend. Durch die Möglichkeit, mehr Forschungsergebnisse in renommierten Fachzeitschriften verschiedener Fachbereiche zu veröffentlichen und mehr Fördermittel einzuwerben, treibt das Labor nicht nur die Wissenschaft voran, sondern stärkt auch den Ruf der NC State als Zentrum für Innovation und Exzellenz.
Wenn wir in die Zukunft blicken, ist eines klar: Das Cognitive Behavioral Lab an der NC State ist nicht nur ein Ort der Forschung, sondern ein lebendiges Ökosystem, das Zusammenarbeit, die Entwicklung der Studierenden und Partnerschaften mit der Wirtschaft fördert. Es ist ein Beweis für die Kraft des interdisziplinären Denkens, wo Wissenschaft auf Wirtschaft trifft und Pflanzen auf bemerkenswerte Weise mit Menschen in Verbindung treten.
