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Eine Analyse der Reaktionen der Hörer auf Gewalt: Eine Podimo-Studie zum „Fight Club“-Podcast

Eine kürzlich von Podimo in Zusammenarbeit mit iMotions durchgeführte Studie hatte zum Ziel, die komplexen emotionalen und physiologischen Reaktionen von Zuhörern zu untersuchen, die intensiven Audioinhalten ausgesetzt waren. Ausgehend von einem Trailer für einen Podcast über die dänische Underground-Kampfszene versuchte die Studie zu ergründen, wie das Publikum das Hören von Gewalt verarbeitet.

Das Hauptziel der Studie bestand darin, die emotionalen und physiologischen Reaktionen auf den eindringlichen Audiotrailer zu erfassen. Dazu gehörte die Bewertung der Bandbreite emotionaler Gesichtsausdrücke (wie Traurigkeit, Ekel, Freude oder Angst) sowie die Messung der emotionalen physiologischen Erregung, einem Indikator für die durch den Audiotrailer ausgelöste Kampf-oder-Flucht-Reaktion. Darüber hinaus sollte untersucht werden, inwieweit diese impliziten emotionalen und physiologischen Reaktionen mit den explizit geäußerten Reaktionen der Zuhörer übereinstimmten.

Um diese Ziele zu erreichen, versuchten die Forscher, mehrere zentrale Fragen zu beantworten:

  • Wie verändern sich die emotionalen Gesichtsreaktionen der Zuhörer, wenn sie intensiven Kampfgeräuschen ausgesetzt sind?
  • Inwieweit löst das Hören gewalttätiger Tonaufnahmen eine physiologische Erregung aus, gemessen anhand der Schweißabsonderung? 
  • Inwiefern hängen emotionale Reaktionen mit physiologischen Reaktionen während des Hörerlebnisses zusammen, und wie unterscheiden sie sich vom Ruhezustand?
  • In welchen konkreten Fällen zeigen die Zuhörer die stärksten emotionalen oder physiologischen Reaktionen auf den Audiotrailer?
  • Was lassen die Reaktionen der Zuhörer über die Wahrnehmung der Kämpfer und die psychologischen Parallelen zwischen Beobachtern und Teilnehmern erkennen?

Die Studie verfolgte einen multimodalen Ansatz, bei dem sowohl physiologische Daten als auch selbstberichtete Daten erhoben wurden. Bei den Teilnehmern wurde zunächst eine Basismessung ihrer physiologischen Aktivität durchgeführt, gefolgt von einem Fragebogen zur Stimmungslage vor der Exposition. Anschließend hörten sie sich den Audio-Trailer an, während ihre physiologische Aktivität (GSR – Galvanische Hautreaktion und FEA – Gesichtsausdrucksanalyse) aufgezeichnet wurde. Abschließend füllten die Teilnehmer einen Fragebogen nach der Exposition aus, um ihre Stimmung und ihren Stresspegel erneut zu bewerten.

Studienergebnisse: Was beeinflusst das Engagement bei Podcasts? 

Erste Ergebnisse der Studie zeigen ein breites Spektrum an Reaktionen der Zuhörer. Einige Teilnehmer zeigten nur eine geringe emotionale Erregung, vergleichbar mit ihrem entspannten Zustand, während andere mäßige bis starke emotionale Reaktionen zeigten, wobei einige ein sehr hohes Erregungsniveau erreichten. Die Studie beobachtete zudem unterschiedliche Gesichtsausdrücke, die auf ein Spektrum an Emotionen hindeuten, die die Zuhörer erlebten – von Angst und Überraschung bis hin zu Freude und Wut.

Die Podimo-Studie liefert wertvolle Einblicke in die komplexen Wege, auf denen das Publikum mit gewalttätigen Audioinhalten interagiert und darauf reagiert. Durch die Kombination von physiologischen Daten mit selbstberichteten Erfahrungen beleuchtet die Untersuchung sowohl die implizite als auch die explizite emotionale Verarbeitung, die während solcher intensiven Hörerlebnisse stattfindet. Diese Erkenntnisse können als Grundlage für die zukünftige Erstellung von Inhalten und das Verständnis des Publikums in der Podcast-Branche dienen, insbesondere für Genres, die sich mit sensiblen oder intensiven Themen befassen.