Fallstudie

Die emotionale Probefahrt

Messung des Fahrerengagements bei Mazda

Sensoren im Fahrzeuginnenraum können mehr als nur unsere Anwesenheit im Auto erfassen – sie erkennen auch unsere Emotionen.

Unser Kunde, Mazda Motor Europe, hat sich gemeinsam mit Forschern der Universität Freiburg und 60 glücklichen Teilnehmern in die Kälte gewagt, um zu testen, wie sich der Mazda X5 beim „emotionalen Fahren“ schlägt. Dabei wurden Methoden wie die Analyse des Gesichtsausdrucks und die Messung der galvanischen Hautreaktion eingesetzt, um das Fahrerengagement auf einer Strecke zu untersuchen, die anspruchsvoller war als üblich.

Mazda Motor Europe wollte herausfinden, wie sich Beschleunigung und G-Kräfte auf die Fahrer auswirken, wenn sie ihr neuestes Modell, den Mazda MX-5, fahren. Das Unternehmen suchte nach einer technischen Lösung für den Fahrzeuginnenraum, mit der Reaktionen in Echtzeit gemessen werden konnten, insbesondere auf dieser etwas anspruchsvollen und vereisten Teststrecke. Mithilfe eines bisher unerforschten Ansatzes sollten neurowissenschaftliche Instrumente es Mazda ermöglichen, das „Drive Together“-Gefühl zu erfassen, indem untersucht wurde, ob und wie bestimmte äußere Reize die Psyche und den Körper eines Fahrers beeinflussen, um letztendlich eine konkrete Messgröße für das Fahrerengagement zu schaffen.

Es handelte sich um ein umfangreiches Forschungsvorhaben, sowohl hinsichtlich der Teilnehmerzahl als auch des Versuchsdesigns und der allgemeinen Anwendungsmöglichkeiten für zukünftige Fahrtechnologien. In Zusammenarbeit mit iMotions und der Universität Freiburg (Dr. Meike Ramon & Dr. Junpeng Lao) konnte Mazda drei Strecken mit über 60 Teilnehmern, sieben erfassten Emotionen mittels Gesichtsausdrucksanalyse und Herzrhythmusüberwachung (Shimmer-EKG mit Ohrclip) testen – alles in Echtzeit. Damit kamen sie der Beantwortung der Frage „Was ist emotionales Fahren?“ einen Schritt näher.

Mit diesem menschenzentrierten Ansatz bei der Entwicklung erstklassiger Lösungen für den Fahrzeuginnenraum zeichnet sich Mazda durch seine Forschung im Bereich der Mensch-Maschine-Interaktion in der Automobilbranche aus und ist somit in der Lage, diese Daten zur Verbesserung der Fahrleistung, der Funktionalität und der intelligenten Systeme zu nutzen, um die Sicherheit und das Fahrerlebnis der Fahrer beim Fahren eines Mazda-Fahrzeugs zu gewährleisten. 

Da sich die Zukunft der Automobiltechnologie zunehmend in Richtung Fahrerüberwachungssysteme entwickelt, um den neuesten und strengsten Sicherheitsvorschriften gerecht zu werden, ist iMotions stolz darauf, gemeinsam mit unserer Muttergesellschaft Smart Eye an diesen Bemühungen mitzuwirken.